Kardiale Bildgebung für Young Cardiologists

Imaging in allen Facetten-- Der DGK.Kardiale Bildgebung ist der Austauschort für alle bildgebungsinteressierten Kardiologen und Kardiologinnen aus dem ganzen Land. Seit letztem Jahr dürfen auch wir als Young DGK das Programm mitgestalten und so Young Cardiologists den Weg in die Bildgebung ebnen.

Von PD Dr. Philipp Breitbart und Dr. Hannah Billig Veröffentlicht:
Echokardiografie-- Sowohl Grundlagen als auch Feinheiten aller Techniken wurden vorgestellt. Pitchy/stock.adobe.com

Echokardiografie-- Sowohl Grundlagen als auch Feinheiten aller Techniken wurden vorgestellt.

© Pitchy/stock.adobe.com

Beim DGK.Kardiale Bildgebung, der vom 2. bis 4. November 2023 in Köln stattfand, waren zwei unserer Sektionsmitglieder, Marcel Jentsch und Alexander Degkwitz aus Berlin (DRK Kliniken Köpenick), erstmalig beim Kongress mit dabei. Ihre Erlebnisse und Eindrücke schildern sie uns hier.

Fortbildung mit Wiederholungspotenzial

Marcel Jentsch und Alexander Degkwitz: „You can only treat what you can see“ – diesem Motto folgend entschieden wir uns, als frische Mitglieder der Young DGK am DGK.Kardiale Bildgebung 2023 teilzunehmen. Vorab können wir sagen: es lohnt sich und wir werden nächstes Jahr sicher wieder dabei sein. Der Kongress, die Abläufe und die Inhalte waren sehr gut organisiert, bzw. strukturiert. Sämtliche Modalitäten der kardialen Bildgebung wurden, samt ihrer Vor- und Nachteile, für verschiedene Fragestellungen diskutiert. In den verschiedenen Sitzungsformaten konnten sich die Teilnehmenden sowohl die Basics als auch die fortgeschrittenen Details der jeweiligen Methoden – beispielsweise bei echokardiografischen Demonstrationen live am Patienten – näherbringen lassen. Zudem bestand die Möglichkeit, in die sehr aktiven, teilweise auch kontroversen Podiumsdiskussionen, gedanklich oder auch aktiv einzusteigen und von dem Erfahrungsschatz ausgewiesener Expertinnen und Experten zu lernen. Besonders als junge Kardiologen hat es uns gefreut, dass die Vortragenden auch nach den Sessions offen für weitere Fragen waren und wir so das Gefühl vermittelt bekamen, selbst als noch junge Kollegen Teil dieser DGK-Gemeinschaft zu sein. Traut Euch also immer, auf die Sprecherinnen und Sprecher zuzugehen!

Platz in einem Workshop sichern

Erstmalig wurden 2023 auch ganztätige Workshops im Bereich Koronar-CT und Kardio-MRT angeboten, die gleichbedeutend mit dem Erwerb des Level-I-Zertifikates waren. Hier heißt es: „Schnell sein!“, denn die Kurse sind sehr schnell ausgebucht!

Was ergibt sich nun für uns als Youngsters? Wir als junge Kardiologen nahmen die besprochenen Inhalte als Impulse wahr, die in vielen Kliniken bisher etablierten, internen Algorithmen zu hinterfragen und an die neuen Erkenntnisse anzupassen – und sich dabei auch aktiv einzubringen. Denn: Die Bildgebung nimmt eine zunehmend steigende Relevanz in der Diagnose, Therapie und Prognose kardiologischer Erkrankungen ein.

Üben, üben, üben!

Das Motto, vor allem im Bereich der Echokardiografie, aber auch in den weiteren bildgebenden Verfahren, ist und bleibt: „Üben, üben, üben!“ Doch wann und wie sollen wir das machen? Ein fortbestehendes Problem für junge Kolleginnen und Kollegen in der Weiterbildung bleibt nach wie vor, dass die Ausbildungs- und Rotationszeiten im klinischen Alltag sehr verkürzt oder teilweise gar nicht eingehalten werden. Eine Rotation ins Echolabor sollte unserer Meinung nach ein essenzieller und frühzeitiger Bestandteil der Ausbildung sein. Hier geht es zu Beginn vor allem um die korrekte Einstellung der Standardschnitte, die später eine wichtige Grundlage für die tiefergehenden Untersuchungen darstellen. Im Anschluss sollte die Devise lauten, den Schallkopf so oft wie möglich in die Hand zu nehmen und eigenständig zu schallen. In den meisten Fällen findet sich irgendwo ein Ultraschallgerät, das genutzt werden will und Patientinnen und Patienten finden sich sowieso. Unsere Aufgabe muss es sein, aktiv nachzufragen und uns nach Möglichkeit die Befunde von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen verifizieren zu lassen.“

Kontakt-- PD Dr. Philipp Breitbart, Universitäts-Herzzentrum Freiburg - Bad Krozingen philipp.breitbart@uniklinik-freiburg.de; Dr. Hannah Billig, Universitätsklinikum Bonn, Hannah.Billig@ukbonn.de

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