Neue Struktur beim DEK 2024

Echokardiografie-- Zum sechsten Mal findet der Deutsche Echokardiographie Kongress der DGK (kurz: DEK) 2024 vom 25. bis zum 28. April im Leipziger KUBUS statt. Im Interview spricht Professor Andreas Hagendorff, wissenschaftlicher Leiter des DEK, über die Programmhighlights und die neue Struktur des Kongresses.

Ein Interview von Melissa Wilke Veröffentlicht:
Der DEK bietet in diesem Jahr auch Refresherkursezu den Basics der Echokardiografie. Stefan Straube

Der DEK bietet in diesem Jahr auch Refresherkurse zu den Basics der Echokardiografie.

© Stefan Straube

Als primäres „Arbeitspferd“ der kardialen Bildgebung hat die Echokardiografie eine besondere Bedeutung in der Praxis und in der Forschung. Auch deshalb gehört der Kongress mittlerweile zu einem festen Bestandteil der Kongresslandschaft in Deutschland und bietet in diesem Jahr nicht nur Sitzungen zu aktuellen Themen, sondern auch Veranstaltungen zu den Basics der Echokardiografie.

Was war 2023 das Top Thema in der kardialen Bildgebung?

Im letzten Jahr 2023 gehörten die „How-to-dos“ der Echokardiografie in vielen praktischen und wissenschaftlichen Sitzungen zu den Top-Themen des Kongresses. Diese praktischen Aspekte wurden besonders unter dem Aspekt der Plausibilität von quantitativen echokardiografischen Messungen oder Abschätzungen diskutiert, die vor allem in der echokardiografischen Diagnostik bei Herzinsuffizienz und Herzklappenerkrankungen eine Rolle spielen.

Inwiefern findet sich das Thema im Kongress-Programm wieder?

Prof. Andreas Hagendorff-- wissenschaftlicher Leiter des DEK Hagendorff

Prof. Andreas Hagendorff-- wissenschaftlicher Leiter des DEK

© Hagendorff

Dieses oben angesprochene Top-Thema wurde 2023 in der ersten Sitzung diskutiert. Kardiale Volumenanalysen, die Graduierung von Aortenklappenstenose und Mitralklappeninsuffizienz spielen damals wie heute dabei eine zentrale Rolle, da wesentliche Handlungsweisen der kardialen Diagnostik und Entscheidungswege in der Kardiologie davon abhängen. Auch im kommenden Kongress wird dieses Thema in der Sitzung „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – Leitlinien, Recommendations und Publikationen kritisch hinterfragt“ – eine zentrale Rolle spielen.

Die Struktur des DEK wird sich 2024 ändern. Was können die Teilnehmenden erwarten?

Ja, es wird eine wesentliche Veränderung geben. In den letzten Jahren bestand der Echokardiografie-Kongress in Leipzig aus einem Sitzungs-Strang, der sich an aktuellen Themen orientierte und bisweilen sehr spezielle Aspekte der Echokardiografie thematisierte. Ab 2024 wird der DEK aber aus zwei Vortrags-Strängen bestehen. Für die allgemein Interessierten und auch die jungen Kollegen und Kolleginnen wird ein sogenannter Basis-Strang mit allen Aspekten zum Basiswissen der Echokardiografie über den Kongress angeboten. Aufgrund der neuen Struktur des Kongresses besteht somit die Möglichkeit an einem Refresherkurs „Basis Echokardiografie“ sowie – falls man den gesamten Kongress besuchen will – noch an zwei weiteren Refresherkursen „Spezielle Echokardiografie“ teilzunehmen. Die Programmstruktur ist bereits auf unserer Website DEK (echokardiographie-leipzig.de) einsehbar sowie auch bereits die Möglichkeit zur Anmeldung zum kommenden Kongress.

Wie ist das Programm zustande gekommen?

Wie auch in den Vorjahren wird das Programm innerhalb der Programm-Kommission erarbeitet und formuliert. Die Programm-Kommission arbeitet Hand-in-Hand mit der AG 5 Kardiovaskulärer Ultraschall der DGK, sodass alle Entscheidungen zum Programm einheitlich mit der AG 5 zustande gekommen sind.

Welche Sessions empfehlen Sie im Besonderen?

Echokardiografie-- DEK 2022 mit zahlreichen an aktuellen Themen orientierten Sessions. DGK

Echokardiografie-- DEK 2022 mit zahlreichen an aktuellen Themen orientierten Sessions.

© DGK

Es gibt mehrere Highlights auf dem kommenden Kongress, die man als Interessierter/Interessierte der Echokardiografie eigentlich nicht verpassen sollte. Der erste Tag des Anwenderkurses mit echokardiografischen Problemkonstellationen wird viele im interaktiven Dialog interessieren. Bei den wissenschaftlichen Sitzungen wird eine Fall-orientierte Debatte zu speziellen Fällen von Mitralklappenerkrankungen für Spannung sorgen. Die 5. „Gerhard Hoghenkerke“-Ehren-Lecture von Ritu Thamman aus Pittsburgh über „Echocardiografic assessment of mitral anulus disjunction – comparison with cardiac MR and CT: Is it a real Entity or just a CT fiction?“ ist auch sicherlich ein Highlight neben den anderen wissenschaftlichen Sitzungen. Wie oben erwähnt soll das aber für alle an Grundlagen Interessierte nicht das Interesse am an den parallel laufenden Beiträgen zur Basisechokardiografie schmälern. Ein besonderes Highlight verspricht auch das internationale Satellite Symposium am Sonntag über die Echokardiografie der Mitralklappenregurgitation zu werden, welche als einziger Teil des DEK als Hybridveranstaltung organisiert ist.


Vielen Dank für das Gespräch!

Infos zum Kongress

Der DEK 2024 (Do. 25. – Sa. 27. April 2024) wird ausschließlich in Präsenz stattfinden. Die Vorträge werden nicht aufgezeichnet.

Das Satellitensymposium am 28. April 2024 (So.) in englischer Sprache ist hybrid: Es findet in Präsenz statt, aber es ist auch möglich, per Livestream teilzunehmen (Livestream ohne Fortbildungspunkte).

Zertifizierung (beantragt): Kategorie B, 14 CME-Punkte für den 25. – 27. April 2024, in deutscher Sprache; Satellitensymposium am 28. April 2024, in englischer Sprache: 6 Punkte (nur bei Präsenz)

Tagungsort: Leipziger KUBUS, Konferenz- und Bildungszentrum des UFZ, Permoserstraße 15, 04318 Leipzig

Mehr Informationen unter https://www.echokardiographie-leipzig.de/programm.html

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