Digital Wrap-ups – schnell digital informiert

Digitale Kardiologie-- Im letzten Jahr wurde eine neue Serie ins Leben gerufen: Die rund 10-minütigen Digital Wrap-ups, die monatlich auf Herzmedizin.de erscheinen, informieren über aktuelle Themen zu digitalen Trends in der Kardiologie.

Von PD Dr. Philipp Breitbart Veröffentlicht:
Digitale Innovationen sind ein Katalysator für denFortschritt in der Kardiologie. ipopba/stock.adobe.com

Digitale Innovationen sind ein Katalysator für den Fortschritt in der Kardiologie.

© ipopba/stock.adobe.com

Zweifellos ist die Digitalisierung inzwischen ein fester Bestandteil unseres Lebens. Auch in der Medizin und insbesondere in der Kardiologie, die eng mit technischen Innovationen verbunden ist, werden digitale Techniken bereits verwendet, wie z. B. in der Bildgebung, bei Devices oder Roboter-gestützten OPs. Weitere bahnbrechende Innovationen sind durch die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) zu erwarten. Die Digitalisierung bietet ein enormes Potenzial, das zukünftig zur Zeitersparnis und Verbesserung der Patientenversorgung beitragen wird. Aber auch die Bereiche Bildung, Kommunikation und Vernetzung sind wichtige digitale Einsatzgebiete, die noch lange nicht ausgeschöpft sind.

Die digitale Transformation ist nicht nur ein Katalysator für den medizinischen Fortschritt, sondern bringt auch enorme Herausforderungen mit sich. Viele Erwartungen an die Digitalisierung wurden bisher aber noch nicht erfüllt. Mangelnde Kapazitäten, Datenschutzauflagen und technische Hürden sind einige Probleme, die den digitalen Wandel bremsen. Doch vor allem fehlen Weiterbildungsmaßnahmen und die Implementation in die Standardausbildung, damit die digitale Transformation gelingen kann. Neben aktuellen Trends werden in den Digital Wrap-ups auch Herausforderungen und Schwachstellen der digitalen Transformation aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Dabei stehen jeweils andere Schwerpunkte im Fokus, wie beispielsweise die künstliche Intelligenz oder Social Media.

Bis zu 25 % Zeitersparnis durch KI

Mit ChatGPT hat die KI in kurzer Zeit unseren Alltag erobert. Auch in der Medizin steht ein Durchbruch kurz bevor. Laut US-amerikanischen Studien sind durch KI-basierte Anwendungen Zeiteinsparungen von bis zu 25 % bei Diagnose und Therapie möglich. Aber was verbirgt sich hinter den Begriffen „Deep Learning“, „Machine Learning“ und „Künstliche Intelligenz“? Sind Kardiologen und Kardiologinnen überhaupt noch Up-to-Date? Der Experte, Prof. Meder, ist überzeugt, dass ein tiefergehendes Verständnis von KI für Kardiologen und Kardiologinnen unabdingbar ist. Prof. Meder leitet den Nukleus eCardiology, der sich als digitaler Fährtenleser versteht. Der monatlich stattfindende Ausschuss beschäftigt sich mit den multiplen Facetten der digitalen Transformation.

Social Media ist mehr als nur ein Hype

Soziale Medien in der Kardiologie sind ein sinnvolles und dynamisches Tool zur Kommunikation, Vernetzung und Weiterbildung. Bildung und Wissensaustausch sind wichtige Bereiche für digitale Anwendungen in der Medizin. Auf den Plattformen der sozialen Medien sind nicht nur Essensfotos zu finden, sondern auch aktuelles und praxisrelevantes Wissen. Ein lehrreicher Fall, eine komplexe Intervention oder brandneue Studiendaten vom Kongress sind Beispiele für wertvolle wissenschaftliche Inhalte in den Social Media. Zahlreiche Formate wie Tutorials, Webinare, ZOOM-Meetings und Podcasts stehen zur Verfügung, um sich zu informieren, zu vernetzen und live mitzudiskutieren.

Doch wie kann man bei dieser überwältigenden Vielfalt den Überblick behalten, wie lassen sich Qualitätsstandards einhalten und was ist zu beachten, wenn man selbst Beiträge einstellen möchte? Als digital interessierte Kardiologinnen und Kardiologen berichten wir, Dr. Billig, PD Dr. Breitbart und Prof. Duncker, was uns an den sozialen Medien fasziniert und welche Fallstricke zu vermeiden sind.

Über Herzmedizin.de

Das Internetportal Herzmedizin.de ist die größte Plattform für Fachkreise zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Herzmedizin.de ist ein gemeinsames Angebot der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK), dem Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) und der HKM – Herz-Kreislauf-Medizin gGmbH.

Neben Kongressberichten und Studienbeiträgen sind auf dem Portal Webinare, Experteninterviews, Videos, Quizfragen und vieles mehr in unterschiedlichen Rubriken zu finden. Die Rubrik Digitale Kardiologie wird von Prof. David Duncker, Dr. Hannah Billig und mir herausgegeben.

Schlagworte:
Mehr zum Thema