SGLT2i und Herzschwäche

Eisenstoffwechsel-- In der EMPA-TROPISM-Studie konnte der SGLT-2-Hemmer Empagliflozin bei stabilen nicht diabetischen Patienten mit systolischer Herzinsuffizienz den kardialen Umbau umkehren und die körperliche Leistungsfähigkeit steigern.

Von Kirstin Linkamp Veröffentlicht:

In einer Post-hoc-Analyse der Studie identifizierte eine Forschungsteam um Prof. Christiane Angermann, Würzburg, Effekte auf den Eisenstoffwechsel als möglichen Mechanismus für Verbesserungen der Struktur und Funktion des Herzens bei nicht diabetischen Patientinnen und Patienten mit systolischer Herzinsuffizienz. Der mittels Magnetresonanzquantifizierung geschätzte Eisengehalt des Myokards stieg nach Beginn der Empagliflozin-Behandlung an, nicht aber unter Placebo. Der Anstieg korrelierte signifikant mit Veränderungen des Volumens, der Masse und der linksventrikulären Auswurffraktion, des maximalen Sauerstoffverbrauchs und der 6-Minuten-Gehstrecke; die gleichzeitigen Veränderungen der Erythrozyten-Indizes standen im Einklang mit einer gesteigerten Hämatopoese. Die Ergebnisse der Analyse deuten darauf hin, dass Veränderungen des Eisengehalts im Herzmuskel nach der Behandlung mit Empagliflozin ein wichtiger Mechanismus zur Erklärung seiner positiven klinischen Wirkungen bei Menschen mit Herzinsuffizienz sein könnten.

Quelle-- Universitätsklinikum Würzburg

Literatur-- Angermann CE et al. Nat Cardiovasc Res. 2023;2:1032-43

Schlagworte:
Mehr zum Thema

Patienten mit Humor – heitere Momente im Praxisalltag

Cannabistherapie stört Herzrhythmus

Wirkung aufs Herz testen