Die Krankenhauslandschaft hat mehrere sozioökonomische „Schocks“ zu bewältigen, und jetzt kommen Reformvorschläge für eine weitere Ambulantisierung der Medizin.
Eine perkutane Koronarintervention könnte durchaus ambulant vorgenommen werden. Die Vorteile liegen auf der Hand. Doch die Ambulantisierung solcher Eingriffe ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft.
In der Notfallmedizin sind die Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung längst „aufgeweicht“. Die Notaufnahme fungiert als eine Art Bindeglied. Und trotzdem gibt es Reformbedarf.
Nicht wenige elektrophysiologische Eingriffe sind theoretisch ohne Übernachtung des Patienten sicher durchführbar. Doch trotz aller Ambulantisierungsbemühungen gibt es Hürden zu überwinden.
Herzinsuffizienzpatienten werden heute bereits in vielen Fällen ambulant betreut. Die zunehmende Ambulantisierung in diesem Bereich muss kein Nachteil sein – im Gegenteil…
Es gibt bereits gute Beispiele, wie periphere Gefäßeingriffe ambulant durchgeführt werden können. Oft scheitert es aber an der Erstattung. Pauschalisierte Abrechnungen drücken auf die Bremse.
Einig sind sich DGK und DGTHG über den Reformbedarf im deutschen Gesundheitswesen. Doch was kann die zunehmende Ambulantisierung kardialer Eingriffe hierzu beitragen?
Prof. Bernhard Schieffer und Prof. Ulf Landmesser ziehen ein Resümee: Eine Kontroverse existiere eigentlich gar nicht. Denn eine Ambulantisierung kardiologischer Leistungen lässt sich nicht aufhalten.
In Deutschland herrschen starre Sektorengrenzen im Bereich der Herzinsuffizienzversorgung. Das Projekt sekTOR-HF soll diese überwinden, und dadurch die Prognose der Patienten verbessern